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Schulversuch zur Neugestaltung der beruflichen Grundbildung bei kaufmännischen und verwandten Berufen (BERG)

Bild: <P>Schulversuch BERG</P>

Schulversuch BERG

Seit dem Schuljahr 2007/2008 führt das Sächsische Staatsministerium für Kultus einen Schulversuch zur Neugestaltung der beruflichen Grundbildung bei kaufmännischen und verwandten Berufen durch. Ziel des Schulversuchs ist es, auch bei zurückgehenden Schülerzahlen eine weitgehend wohnortnahe Beschulung im Freistaat Sachsen für eine möglichst große Anzahl an dualen Ausbildungsberufen zu erhalten. In engem Kontakt mit Kammern und Ausbildungsunternehmen soll eine praxis- und betriebsnahe berufliche Grundbildung (Klassenstufe 1 der Berufsschule) entwickelt werden.

Dabei sind – ausgehend von gemeinsamen kaufmännischen Kernqualifikationen – Modelle für die weitgehend gemeinsame Beschulung von mehreren Berufen und Berufsgruppen zu erarbeiten und durch eine Spezialisierungsphase zu ergänzen. Die vollzeitschulische berufliche Grundbildung in Form eines Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) ist im Bereich Wirtschaft und Verwaltung entsprechend den Anforderungen der Wirtschaft zu modernisieren und damit für die gesetzlich bereits mögliche Anrechnung auf eine nachfolgende duale Berufsausbildung attraktiver zu gestalten. Wissenschaftlicher Partner ist der Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik an der Technischen Universität Dresden.

Ziele des Schulversuchs

  • Entwicklung von Modellen für eine verstärkt gemeinsame und berufsübergreifende Beschulung im Berufsbereich Wirtschaft und Verwaltung in der Klassenstufe 1 (Grundstufe) zur Bewältigung des demografisch bedingten Schülerrückgangs im Freistaat Sachsen
  • Beitrag zur Stabilisierung der dualen Berufsausbildung im Freistaat Sachsen vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen sowie strukturschwache Regionen
  • Beitrag zur Sicherung des Schulnetzes, insbesondere im ländlichen Raum
  • Schaffung einer breiten Qualifikationspraxis als Voraussetzung für lebenslanges Lernen
  • betriebs- und praxisnahe Neugestaltung der einjährigen vollzeitschulischen beruflichen Grundbildung (BGJ)
  • Förderung der Anrechnung eines vollzeitschulischen BGJ auf eine nachfolgende duale Berufsausbildung

Struktur der neu gestalteten beruflichen Grundbildung

Vorgesehen ist ein zweigeteiltes Strukturmodell, das zum einen die Vermittlung gemeinsamer Kernqualifikationen umfasst. Hierzu wurden 5 Lernfelder entwickelt, die berufsgruppenübergreifend unterrichtet werden können und die gemeinsame Beschulung ermöglichen.

Zum anderen erfolgt eine differenzierte Beschulung nach Berufen oder Berufsgruppen, um dem jeweiligen Spezialisierungsbedarf Rechnung zu tragen. Berufsgruppen, für die Kompetenzen im Bereich Rechnungswesen relevant sind, können in einem weiteren Lernfeld teilweise gemeinsam beschult werden. Eine grafische Darstellung ist hier abrufbar.

Dort sind ausgehend von der dualen Variante mit insgesamt 320 Unterrichtsstunden im 1. Ausbildungsjahr für die einzelnen Lernfelder Zeitrichtwerte angegeben.

Lehrplan

Der Lehrplan der beruflichen Grundbildung bei kaufmännischen und verwandten Berufen liegt als Erprobungslehrplan vor. Die Erprobung wird an ausgewählten beruflichen Schulzentren durchgeführt.

Zusätzlich wurde ein Arbeitsmaterial zur Umsetzung des Lehrplans erstellt. Es enthält u. a. Vorschläge für Lernsituationen zu den Zielen und Inhalten der einzelnen Lernfelder des Lehrplans.

Informationsveranstaltung vom 16. März 2009

Veranstaltungsablauf

Impulsreferat zur Notwendigkeit einer kaufmännischen beruflichen Grundbildung - Rainer Brötz, Bundesinstitut für Berufsbildung

Lösungsansätze und Empfehlungen für die Ausgestaltung einer kaufmännischen beruflichen Grundbildung - Prof. Dr. Bärbel Fürstenau, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik TU Dresden        

Arbeitsstruktur und Vorgehensweise im Schulversuch - Renate Gramlich-Nürnberger, SMK

Präsentation des aktuellen Arbeitsstands - Cindy Grzanna, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik TU Dresden und Mitglieder der Lehrplankommission

Bewertung der Ergebnisse aus Sicht einzelner Berufe - Gregor Hein, Oelschläger Immobilien GmbH Dresden

Marginalspalte

Informationen und Materialien

Projektskizze

Arbeitsstruktur im Schulversuch

Zeitlicher Ablauf

Häufig gestellte Fragen

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