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Erfolgsgeschichten

Lars Kircheis, 25 Jahre


Er will Erfolg, das ist sofort klar, wenn man mit Lars Kircheis spricht. Der 25-Jährige hat schon jetzt eine beachtliche Karriere hingelegt: Nach dem Realschulabschluss 1999 begann er bei der Schmiedeberger Gießerei GmbH eine Ausbildung zum Gießereimechaniker. »Ich wusste, dort habe ich gute Zukunftschancen, weil die meisten Lehrlinge nach der Ausbildung übernommen werden«, begründet er heute seine Wahl. Schon damals hatte er eine genaue Vorstellung davon, wie sein Arbeitsalltag aussehen würde, denn während des Betriebspraktikums in der 10. Klasse war er zum Schnuppern in der Gießerei gewesen.

Ausbildung zum Gießereimechaniker

Während der Ausbildung zeigte sich schnell, wie gut Lars in seinem Beruf sein würde. Bei seinem Notendurchschnitt von 1,6 bot ihm sein Ausbilder an, die Ausbildung vorzeitig abzuschließen. »Das mache ich, habe ich mir damals gleich gesagt«, erinnert sich Lars heute. »Ist schließlich auch ein paar Monate früher gutes Geld«. Doch darum ging es ihm nicht allein, der Ehrgeiz hatte ihn gepackt. »Die technischen Fächer habe ich mit einer glatten Eins abgeschlossen, bloß in Wirtschafts- und Sozialkunde war ich nicht ganz so gut«, ärgert er sich noch heute ein bisschen. Mit seinem Einser-Abschluss wurde er natürlich sofort übernommen und auch im Unternehmen weiter gefördert.

Vom Azubi zum Schichtleiter

Im Sommer 2003, ein knappes Jahr nach seinem Abschluss, bot ihm sein Arbeitgeber an, sich berufsbegleitend zum staatlich geprüften Techniker Gießereitechnik weiterzubilden. »Das nehm´ ich mit, dachte ich mir damals«, erzählt Lars. Im Herbst ging es in Leipzig am Berufschulzentrum Karl Heine los. »Von Montag bis Donnerstag hab ich gearbeitet, dann bin ich die 150 Kilometer nach Leipzig gefahren, dort war dann freitags und sonnabends Unterricht«, erzählt er. Stressig? »Och nö, so schlimm fand ich das nicht«, lacht er. Auch diesen Abschluss meisterte er mit Bravour. Zurück im Unternehmen wurde Lars Schichtleiter im Schmelzbetrieb. Auf diesen Erfolg ist er stolz, aber zufrieden ist er noch lange nicht: »Ich denke, da geht noch was, und ich hab auch das Gefühl, da wird sich in nächster Zeit noch viel bewegen.«

Lars´ Ausbildung im Überblick

  • Oberschule in Schmiedeberg (Realschulabschluss 1999)
  • Ausbildung zum Gießereimechaniker (1999-2002)
  • Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Gießereitechnik (2003) am Beruflichen Schulzentrum »Karl Heine« in Leipzig

Mathias Drobisch, 19 Jahre


Schon während der Orientierungsphase in der fünften und sechsten Klasse empfahlen ihn die Lehrer für das Gymnasium. Doch Mathias macht lieber eine Sache nach der anderen. »Ich wollte mein vertrautes Umfeld nicht wechseln, alle meine Freunde waren dort«, sagt er heute. Die Eltern schauten natürlich ein Stück weiter. Über die Oberschule, so die Mutter damals, könne er doch beides machen, eine Ausbildung und ein Studium. Und die Oberschule sei in jedem Fall besser, wenn Mathias doch lieber eine handwerkliche Ausbildung machen wolle. »Sicher hat auch eine Rolle gespielt, dass mein großer Bruder diesen Weg gegangen ist«, fügt Mathias hinzu.

Klare Ziele fürs Abitur

Jedenfalls setzte er seinen Weg an der Oberschule fort und schloss die Realschule als einer der Besten in Sachsen mit einer glatten Eins ab. »Da war bei mir die Entscheidung gefallen, doch noch Abitur zu machen«, sagt er. Weil Mathias sich für wirtschaftswissenschaftliche Themen interessiert, war schnell klar, dass er an ein Berufliches Gymnasium der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung wechseln würde. »Ich hatte schon während der Zeit auf der Oberschule zwei Praktika absolviert, eines im Kultusministerium, eines im Landratsamt Riesa-Großenhain. Ich habe schon jetzt sehr genaue Vorstellungen davon, was ich mal machen möchte«, betont er die Vorteile der praxisorientierten Ausbildung.

Auf dem Weg zur Uni

Zurzeit lernt er aber erst einmal fürs Abitur, er steuert auch hier auf eine Eins vor dem Komma zu. Und er schaut sich um, wie es weitergehen könnte. »Vielleicht fange ich ein BA-Studium an, es gefällt mir, dass ich hier auch einen starken Praxisbezug hätte.« Vielleicht geht er aber auch an die Uni. »Das muss ich mit meinen Eltern besprechen«, überlegt er. Die haben ihn ja auch bis jetzt gut beraten. Mathias jedenfalls ist froh, dass sie ihm damals den Weg über die Oberschule nahegelegt haben. »Wir hatten auf der Schule Rückläufer vom Gymnasium, die waren auch bei uns schlecht, einfach weil sie überhaupt kein Selbstbewusstsein und keinen Elan mehr hatten. Sie hatten ja immer wieder gehört und gespürt ›Das kannst du nicht‹, irgendwann glaubt man dann nicht mehr, dass man es schafft.«

Mathias´ Ausbildung im Überblick

  • Oberschule (Realschulabschluss)
  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung
  • Ab Herbst: BA-Studium oder Universität