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Sächsischer Landespreis für Heimatforschung

9. Sächsischer Landespreis für Heimatforschung vergeben – Preisgelder in Höhe von insgesamt 9.000 Euro

Die Preisträger des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2016

Die Preisträger des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2016

Der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Sächsische Landespreis für Heimatforschung wurde im Jahr 2016 zum neunten Mal verliehen. Der Wettbewerb für Laienforscher steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Brunhild Kurth. Staatssekretär Dr. Frank Pfeil zeichnete am Freitag im Dresdner Stadtmuseum die Preisträger aus. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Michael Simon, Professor für Kulturanthropologie/Volkskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Vergeben wurden ein erster Preis (3.000 Euro), ein zweiter Preis (2.000 Euro), ein dritter Preis (1.500 Euro), ein Jugend-Förderpreis (1.000 Euro) sowie drei Schülerpreise (jeweils 500 Euro). Zudem erhielten drei Hobbyforscher eine Ehrenurkunde und einen Büchergutschein für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung.

Die Jury hatte 118 Arbeiten von Heimatforschern unterschiedlichsten Alters zu bewerten, darunter 29 Beiträge von einzelnen Schülerinnen und Schülern oder Schülergruppen. Die älteste Teilnehmerin zählt 94 Lenze, die jüngsten Teilnehmer besuchen die zweite Grundschul-Klasse. Eingereicht wurden Bücher und Broschüren, aber auch DVDs, Filme und Internet-Präsentationen zur Orts-, Regional- und Landesgeschichte, zur Industrie- und Technikgeschichte, zu Kunstgeschichte und Volkskunst, zu Festen und Bräuchen sowie zu Themen des Natur- und Umweltschutzes.

„Heimatforschung hat nichts mit Heimattümelei oder einem ausgrenzenden und übersteigerten Wir-Gefühl zu tun. Im Gegenteil: Das Wissen um die eigenen Wurzeln gibt Sicherheit und es gibt Raum für Toleranz und Akzeptanz“, so die Schirmherrin des Wettbewerbs, Brunhild Kurth. Und weiter: „Die beim Wettbewerb ausgezeichneten Arbeiten der sächsischen Heimatforscher sind Musterbeispiele für ehrenamtliches Engagement.“

Der Jury gehören Vertreter des Kultusministeriums, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde, des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Landeszentrale für politische Bildung an. Der zehnte Wettbewerb zum Sächsischen Landespreis für Heimatforschung läuft von Februar bis Mai 2017.


Die Preisträger 2016 sind:

  • 1. Preis (3.000 Euro): Uwe Schneider (Zwönitz) für seine Arbeit „Chronik der Stadt Zwönitz 960 – 1945“.
  • 2. Preis (2.000 Euro): Wilfried August (Bad Lausick) und Jens Müller (Brandis) für ihre Arbeit „Die Vogelwelt der Muldetalregion um Grimma und Wurzen“.
  • 3. Preis (1.500 Euro): Claus Uhlrich (Leipzig) für seine Arbeit „Die Toten mahnen. Kriegerdenkmale in und um Leipzig.“
  • Jugendförderpreis (1.000 Euro): Arbeitsgruppe Geschichte des „Treibhaus Döbeln e. V.“ für ihre Applikation für Smartphones und Tablets zum Thema „Döbeln im Nationalsozialismus“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 4 der Talsperrenschule Thoßfell für ihre Arbeit „Die Geschichte der Kirche Altensalz“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Jannek Liebscher, Friedrich Schiller-Gymnasium Bautzen, für seine Arbeit „Geschichte des Gerichtsstandortes Bautzen“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 des Käthe Kollwitz-Gymnasiums Zwickau für die „TABTOUR – Stationen der Friedlichen Revolution 1989 in Zwickau“.

Außerdem wurden drei Ehren-Urkunden nebst einem Bücher-Gutschein vergeben „für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung" oder besonders interessante Zugänge zu heimatkundlichen Fragestellungen:

  • Matthias Haase und Horst Gerlach (Wolkenstein) für ihr 3-D animiertes Video „Darstellung der Hauptbauphasen der Bartholomäuskirche in Wolkenstein“.
  • Jürgen Reuter (Chemnitz) für seine Arbeit „Holzbaukästen aus Blumenau seit 1860“.
  • Bernd Kühnel (Dresden) für seinen Filmbeitrag „Dresden-Gorbitz. Leben in der Landschaft“.