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Sächsischer Landespreis für Heimatforschung

Sächsischer Landespreis für Heimatforschung 2016

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus schreibt im Jahr 2016 zum neunten Mal den »Sächsischen Landespreis für Heimatforschung« aus. Mit dem Preis sollen Arbeiten von ehrenamtlich tätigen Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, in denen beispielhaft Aspekte der sächsischen Heimat erforscht und dargestellt sind. Durch die öffentliche Würdigung solcher Leistungen sollen auch junge Menschen ermuntert werden, sich mit ihrer Heimat auseinanderzusetzen.

Sie wollen einen Kandidaten vorschlagen oder sich selbst bewerben? Ganz einfach, die Bewerbungsunterlagen finden Sie in der rechten Spalte.

 

8. Sächsischer Landespreis für Heimatforschung vergeben – Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro

Die Preisträger des Landespreises für Heimatforschung 2015

Die Preisträger des Landespreises für Heimatforschung 2015

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Sächsische Landespreis für Heimatforschung wurde in diesem Jahr zum achten Mal verliehen. Er steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Brunhild Kurth, die am Freitag im Dresdner Stadtmuseum die Preisträger auszeichnete. Den Festvortrag hielt Prof. Dr. sc. Dietrich Scholze-Šolta, der Direktor des Sorbischen Instituts Bautzen.

Vergeben wurden ein erster Preis (3.000 Euro), ein zweiter Preis (2.000 Euro), ein dritter Preis (1.500 Euro), ein Jugend-Förderpreis (1.000 Euro) sowie fünf Schülerpreise (jeweils 500 Euro) – darunter ein Schüler-Sonderpreis „25 Jahre deutsche Wiedervereinigung“. Zudem erhielten fünf Hobbyforscher eine Ehrenurkunde für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung.

Die Jury hatte 116 Arbeiten von Heimatforschern unterschiedlichsten Alters zu bewerten, darunter 39 Beiträge von einzelnen Schülerinnen und Schülern oder Schülergruppen. Die älteste Teilnehmerin zählt 92 Lenze, die Jüngsten besuchen die 6. Klasse einer Oberschule. Eingereicht wurden Bücher und Broschüren, aber auch DVDs, Filme und Internet-Präsentationen zur Orts-, Regional- und Landesgeschichte, zur Industrie- und Technikgeschichte, zu Kunstgeschichte und Volkskunst, zu Festen und Bräuchen sowie zu Themen des Natur- und Umweltschutzes.

„Heimatforschung hat nichts mit Heimattümelei oder einem ausgrenzenden und übersteigerten Wir-Gefühl zu tun. Im Gegenteil: Das Wissen um die eigenen Wurzeln gibt Sicherheit und es gibt Raum für Toleranz und Akzeptanz“, so die Schirmherrin des Wettbewerbs, Brunhild Kurth. Und weiter: „Die beim Wettbewerb ausgezeichneten Arbeiten der sächsischen Heimatforscher sind Musterbeispiele für ehrenamtliches Engagement.“

Der Jury gehören Vertreter des Kultusministeriums, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde, des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Landeszentrale für politische Bildung an. Der neunte Wettbewerb zum Sächsischen Landespreis für Heimatforschung läuft von Februar bis Mai 2016.

Die Preisträger 2015 sind:

1. Preis (3.000 Euro): Bernd Sparmann (Schneeberg) und Prof. Fritz Jürgen Obst (Radebeul)

für ihre Arbeit „Bergmannsleuchter – Sächsisches Zinn in besonderer Form“.

2. Preis (2.000 Euro): Norbert Peschke aus Zwickau-Cainsdorf

für seine Arbeit „130 Jahre Grubenlampen- und Akkumulatorenfertigung in Zwickau. Geschichte der Firma Friemann & Wolf und ihrer Nachfolger“.

3. Preis (1.500 Euro): Mario Lettau aus Wilsdruff

für seine Arbeit: „Geschichte der Stadt Wilsdruff. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang der 1950er Jahre“.

Jugendförderpreis (1.000 Euro): Martin Kühn aus Oschatz

für seine Arbeiten „Die Privilegierte Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz“ sowie „Der Sächsische Schützenbund“.

Schülerpreis (500 Euro): Margret Schulz aus Schneeberg

für ihre Arbeit „‘Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst.‘ Die Krankenmorde im Nationalsozialismus am Beispiel der sächsischen Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein“.

Schülerpreis (500 Euro): Carlo Hohnstedter aus Borna

für seine Arbeit „Mit dem Smartphone Geschichte begreifen statt pauken – Das Konzept des Geocachings in der historischen Bildung“.

Schülerpreis (500 Euro): Schüler der Bruno-Bürgel-Oberschule Weißwasser

für ihre Arbeit „Vom Glück mit dem Pech – Ausgrabung eines mittelalterlichen Pechproduktionsplatzes“.

Schülerpreis (500 Euro): Schülerinnen und Schüler des J.-Motteler-Gymnasiums Crimmitschau

für ihre Arbeiten „Zeitzeugen berichten über ihr Arbeiten und Leben in der DDR“ und „Lehrpfad – Auf den Spuren der Textilindustrie“.

Schüler-Sonderpreis „25 Jahre deutsche Wiedervereinigung“ (500 Euro):

Schüler der AG Geschichte II am Diesterweg-Gymnasium Plauen für ihre Arbeit „Plauen 1989 – Wegbereiter der Wende“.

 

Außerdem wurden fünf weitere Heimatforscher "für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung" oder besonders interessante Zugänge zu heimatkundlichen Fragestellungen mit einer Ehren-Urkunde und einem Büchergutschein ausgezeichnet:

Konrad Geithner aus Lichtenstein

für seine Arbeit „Wasser und Energie – Das Rödlitztal und seine Mühlen“.

Dr. Uwe Bauer aus Leipzig

für seine Arbeit „Güter in der Bergstadt Eibenstock. Ein Beitrag zur Stadtgeschichte von Eibenstock“.

Autorenkollektiv Dr. Wolfgang Viebahn, Friedrich Machold aus Reichenbach u. a.

für ihre Arbeit „Von der Mühle zur Fabrik. Die Nutzung der Wasserkraft im Flussgebiet der Göltzsch und in der Region um Reichenbach“.

Dr. med. Manfred Schollmeyer aus Oschatz

für seine Arbeit „Die Anatomie des Holunders und seine medizinische Anwendung – Aufgeschrieben von dem sächsichen Arzt Dr. Martin Blochwitz (1602 – 1629)“

Aini Teufel aus Dresden

für ihre Arbeit „Eine Gräfin auf Pilgerschaft. Erdmuth Dorothea von Zinzendorf in ihren Reisetagebüchern“.