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Das sächsische Bildungssystem im Test

Sachsen bleibt Sieger im Bildungsvergleich der Bundesländer

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Sachsen hat Platz 1 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer belegt. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 12 Handlungsfeldern, die insgesamt 93 Indikatoren umfassen, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

Internationale und nationale Schülerleistungsvergleiche

Zur Untersuchung der Leistungsfähigkeit der Schulen gibt es derzeit drei große internationale und nationale Vergleichsstudien.

Bildungsmonitor

Bildungsmonitor 2016 - Platz 1

Warum steht Sachsen auf der Siegertreppe?

Neben der Schulqualität weist Sachsen auch in den Handlungsfeldern Förderinfrastruktur, Forschungsorientierung, Bildungsarmut und Hochschule/MINT Stärken auf:

  • Viele Kinder werden in Kindergärten und Grundschulen ganztags betreut.
  • Je Professor werden bundesweit die meisten Drittmittel eingeworben.
  • Sehr viele Schüler erreichen die Mindeststandards in Mathematik; in der Berufsvorbereitung sind die Teilnehmer sehr erfolgreich.
  • Sachsen zieht viele Studierende aus anderen Bundesländern an und hat eine besondere Stärke in den Ingenieurwissenschaften.

Verbesserungspotenzial besteht in Sachsen Zeiteffizienz:

  • Relativ viele Ausbildungsverträge werden vorzeitig gelöst; der Bologna-Prozess wird nur zögerlich umgesetzt.

Große Verschlechterungen weist Sachsen im Handlungsfeld Integration auf:

  • In den letzten Jahren ist die Abbrecherquote unter ausländischen Jugendlichen stark gestiegen und inzwischen sehr hoch.

Die Bundesländer im Vergleich

Die leistungsfähigsten Bildungssysteme haben Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. In den vorderen fünf Ländern zeigt sich trotz einer Reihe an Stärken auch weiterhin deutlicher Handlungsbedarf. So erreicht Sachsen Spitzenplätze bei der Forschungsorientierung, der Förderinfrastruktur und der Schulqualität, hat aber seit einigen Jahren einen Zuwachs an ausländischen Schulabbrechern. In Thüringen sind die Bildungsausgaben je Schüler hoch, zudem sind die Betreuungsbedingungen sehr gut. Gleichwohl hat Thüringen jedoch einen sehr hohen Anteil älterer Lehrer, die in den kommenden Jahren nur schwer ersetzt werden können. Bayern ist Spitze bei der beruflichen Bildung, bei der Vermeidung von Bildungsarmut und dem effizienten Mitteleinsatz im Bildungssystem, hat aber ebenso wie Baden-Württemberg weiterhin Nachholbedarf beim Ausbau von Ganztagsplätzen. Hamburg ist führend bei der internationalen Ausrichtung des Bildungssystems, ein hoher Anteil der Schüler erreicht aber nicht die Mindestanforderungen im Lesen oder der Mathematik.

Bildungsmonitor 2015 - Platz 1

Der Freistaat nimmt zum zehnten Mal in Folge den Spitzenplatz ein. Der Abstand zu den zweit- und drittplatzierten Bundesländern ist gegenüber dem Vorjahr etwas größer geworden.

Sachsen belegt in den meisten untersuchten Handlungsfeldern sehr gute Plätze. Besondere Stärken weist das Land bei der Schulqualität und der Förderinfrastruktur (jeweils Platz 1) auf. So hat der Freistaat zum Beispiel die zweithöchste Quote der an Schulen ganztags betreuten Kinder. Auch im Bereich der Kindertageseinrichtungen lag die Betreuungsquote weit über dem Bundesdurchschnitt. 79 Prozent der drei- bis sechsjährigen Kinder in Sachsen wurden 2014 ganztägig betreut.  Der Bundesdurchschnitt betrug 41,4 Prozent. 9,4 Prozent des Personals in sächsischen Kindertageseinrichtungen besaß im Untersuchungszeitraum einen Hochschulabschluss. Das ist der viertbeste Wert in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt betrug 6,8 Prozent.

Sachsens gute Bedingungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe machen sich auch bei der Vermeidung von Bildungsarmut (Platz 2) bezahlt. Bei den einbezogenen Schülerleistungsstudien wies Sachsen den niedrigsten Anteil an Risikogruppen auf.

Bildungsmonitor 2014 - Platz 1

Sachsen hat den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer belegt. Damit nimmt der Freistaat zum neunten Mal in Folge den Spitzenplatz ein.

In den meisten der untersuchten Handlungsfelder schneidet Sachsen sehr gut ab. Besondere Stärken weist das Land bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität und der Bildungsarmut (jeweils Platz 1) auf. So hat der Freistaat zum Beispiel die höchste Quote der ganztags betreuten Kinder. Die konsequente Förderung, die bereits im frühkindlichen Bereich ansetzt, sichert, dass Kinder gerechte Chancen erhalten und vermeidet Bildungsarmut. Das zeigen auch die Lernstandserhebungen der Schüler. Hier erreichte Sachsen die niedrigste Risikogruppe aller Bundesländer.

Im Ländervergleich entscheidet damit die soziale Herkunft der Schüler im Freistaat am wenigsten über den Bildungserfolg. Verbesserungsbedarf besteht unter anderem beim vergleichbar hohen Anteil der Schüler ohne Hauptschulabschluss. Über die teilweise Verlagerung des Unterrichts in die Praxis wird beim Produktiven Lernen die Motivation der Schüler gestärkt. Abschlussgefährdete Hauptschüler der 8. und 9. Klasse lernen dabei an zwei Tagen der Woche in der Schule und drei Tage an selbstgewählten Praxisplätzen.

Bildungsmonitor 2013 - Platz 1

Sachsen hat erneut den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer errungen. Damit nimmt der Freistaat zum achten Mal in Folge den Spitzenplatz ein. 

Deutlich verbessert hat sich Sachsen in den Handlungsfeldern Ausgabenpriorisierung und Förderinfrastruktur. So stiegen gegenüber dem Vorjahr die Ausgaben je Schüler an Grundschulen und der Anteil der ganztags betreuten Grundschüler.

Sachsen schneidet bei den meisten der untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität und der Bildungsarmut (jeweils Platz 1) auf. So hat zum Beispiel der Freistaat die höchste Quote der ganztags betreuten Kinder. Die guten Förderbedingungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe machen sich auch beim Ziel der Vermeidung von Bildungsarmut bezahlt. Bei Lernstandserhebungen der Schüler wurde die niedrigste Risikogruppe aller Bundesländer erreicht. Im Ländervergleich entscheidet damit in Sachsen die soziale Herkunft der Schüler am wenigsten über den Bildungserfolg.

Bildungsmonitor 2012 - Platz 1

Sachsens Bildungssystem kommt erneut auf den ersten Platz. Damit hat der Freistaat zum siebten Mal in Folge die Spitzenposition behaupten können. Sachsen schneidet bei den meisten untersuchten Handlungsfeldern gut ab. Bei der Ganztagsbetreuung in Kitas und Schulen steht das Land bundesweit an der Spitze. Sehr gute Plätze belegt der Freistaat in der Schulqualität (Platz 2), den Bildungsausgaben (Platz 2), den Betreuungsbedingungen in Kindergärten und Schulen (Platz 2) sowie bei den sogenannten MINT-Qualifikationen (Platz 4) und der Reduzierung der Bildungsarmut (Platz 4). Echte Schwächen hat Sachsen laut der Bildungsstudie in keinem Handlungsfeld.

Die Zahl der Schüler ohne Schulabschluss ist zwar gesunken, aber im bundesweiten Vergleich immer noch zu hoch.

Bildungsmonitor 2011 - Platz 1

Sachsen belegt beim Bildungsmonitor 2011 mit Abstand zum sechsten Mal in Folge die Spitzenposition.

Eine besondere Dynamik gab es laut Bildungsmonitor in Sachsen bei den Qualifikationen des Personals. Hier hat Sachsen in den letzten Jahren die stärksten Verbesserungen aller Bundesländer erreicht. Im Jahr 2010 hatten beispielsweise 6,1 Prozent des Personals in Kitas einen Hochschulabschluss, 2002 lag der Anteil noch bei 1,4 Prozent.

Gemeinsam mit Thüringen weist Sachsen außerdem die besten Betreuungsquoten in ganz Deutschland auf. Darüber hinaus ist auch das Angebot für die Ganztagsbetreuung gut ausgebaut. 70,3 Prozent der Grundschüler erhielten im Jahr 2009 durch Ganztagsangebote oder Hort eine qualifizierte ganztägige Betreuung. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 21,5 Prozent.

Ein weiterer Aspekt, den die Untersuchung besonders hervorhebt, ist der Anteil der Ingenieure in Sachsen. Die sächsische Schule legt dafür das Fundament. Die Stärken im MINT-Bereich (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) konnten weiter ausgebaut werden. In Sachsen nehmen MINT-Stunden in allen Schularten rund ein Drittel der Stundentafel ein. Mathematik, Physik, Biologie und Chemie sind bis zum Abitur verpflichtend vorgeschrieben. Schon in der frühkindlichen Bildung werden die Kinder spielerisch mit Wissenschaft und Forschung vertraut gemacht, ein Beispiel dafür ist das erfolgreiche Projekt »Haus der kleinen Forscher«. Die Studie machte aber auch deutlich, dass durch den demografischen Wandel der Bereich »Berufsbildung« in Zukunft eine große Herausforderung für Sachsen darstellen wird. Derzeit gibt es über 350 Projekte zur Studien- und Berufsorientierung im Freistaat, die die Schüler optimal auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten sollen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft ist im Schulgesetz fest verankert.

Gut schneidet der Freistaat auch im Bereich Kita ab. Sachsen hat in den letzten Jahren im Vergleich zu den anderen Bundesländern den größten Sprung bei der Qualifikation des Kita-Personals erzielt.

Bildungsmonitor 2010 - Platz 1

Sachsen belegt beim Bildungsmonitor 2010 mit deutlichem Abstand die Spitzenposition. Die Studie zeigt, dass in Sachsen jeder Schüler zählt. Das heißt, auch Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. Auch bei Schülern mit Migrationshintergrund gebe es eine höhere Erfolgsquote als in vielen anderen Regionen. Verbesserungspotential besteht noch hinsichtlich der Schulabbrecherquote.  Um die Zahl der Schüler ohne Abschluss zu senken, wurde in den letzten Jahren bereits eine Reihe von erfolgreichen Projekten, wie "Camp plus" oder "Produktives Lernen", ins Leben gerufen.

Gemeinsam mit Thüringen weist Sachsen außerdem die besten Betreuungsquoten in ganz Deutschland auf. Darüber hinaus ist auch das Angebot für die schulische Ganztagsbetreuung gut ausgebaut. Rund 71 Prozent der Grundschüler erhalten durch Ganztagsangebote oder Hort eine qualifizierte ganztägige Betreuung. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 19 Prozent.

Bildungsmonitor 2009 - Platz 1

Die Studie zeigt, dass in keinem anderen Bundesland die Bildungsgerechtigkeit so hoch ist wie in Sachsen. Das heißt, auch Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten können hier überdurchschnittlich oft zu einem erfolgreichen Schulabschluss geführt werden. Auch bei Schülern mit Migrationshintergrund gebe es eine höhere Erfolgsquote als in vielen anderen Regionen. So gibt es für diese Schülergruppe eine besondere Beratung zur Schullaufbahn. Sie erhalten außerdem Unterricht in »Deutsch als Zweitsprache« sowie Stunden in ihrer Muttersprache. Die Hälfte aller Schüler mit ausländischer Herkunft schaffen das Abitur.

Ein weiterer Aspekt, den die Studie besonders hervorhob ist die naturwissenschaftliche Kompetenz der sächsischen Schüler. Die Stärke im MINT-Bereich (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik) konnten weiter ausgebaut werden. In Sachsen nehmen diese Stunden in allen Schularten rund ein Drittel der Stundentafel ein. Mathematik, Physik und Chemie sind bis zum Abitur verpflichtend.

Bildungsmonitor 2008 - Platz 1

Zum dritten Mal in Folge belegt der Freistaat Platz Eins beim Bildungsmonitor.

In der Begründung heißt es: Der Freistaat hat erneut in nahezu allen untersuchten Handlungsfeldern sehr gute oder gute Ergebnisse erreicht. Besonders herausragend ist die Ausbildungsquote in den naturwissenschaftlichen Fächern. Außerdem weist Sachsen sehr gute Betreuungsbedingungen (Sekundarbereich II: Elf Schüler auf einen Lehrer, Bundesdurchschnitt hier: 13,5:1) und die besten Fördermaßnahmen zum Ausgleich von Lernschwächen aus. Ferner zeichne sich der Freistaat durch eine weit überdurchschnittliche Schulqualität und im deutschlandweiten Vergleich spielt in Sachsen die soziale Herkunft der Schüler für gute Lernleistungen nur eine geringe Rolle.

Im nationalen Vergleich überzeugt Sachsen zudem durch eine gute Ganztagsinfrastruktur und bietet damit gute Förderbedingungen. So besuchten im Jahr 2006 zwei Drittel der Grundschüler eine öffentliche Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 12,8 Prozent).

Bildungsmonitor 2007 - Platz 1

Die bundesweite Bildungsstudie bescheinigt sächsischen Schulen überdurchschnittliche Qualität. Wie es darin heißt, weist Sachsen - begünstigt durch zurückgehende Schülerzahlen - die besten Betreuungsbedingungen und die besten Fördermaßnahmen zum Ausgleich von Lernschwächen aus. Ferner zeichne sich der Freistaat durch eine weit überdurchschnittliche Schulqualität und durch die Vermeidung von Bildungsarmut (Schulabbrecher, Schüler mit fehlender Ausbildungsreife) aus.

Sachsen bildet, so die Autoren weiter, in Relation zum Bedarf der heimischen Wirtschaft in weit überdurchschnittlichem Umfang Nachwuchskräfte in den mathematisch/naturwissenschaftlichen und technischen Fächern aus. Neben Thüringen wird Sachsen als die Talentschmiede für Ingenieure und Nachwuchsforscher in Deutschland bezeichnet.

Bildungsmonitor 2006 - Platz 1

Die Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft, Bildungsmonitor 2006, geht der Frage nach, welcher bildungspolitische Handlungsbedarf besteht, um die Bedingungen für das Wirtschaftswachstum zu verbessern.

Anhand von 116 Messgrößen bewertet dieser Bildungs-TÜV die deutschen Bundesländer . Dazu zählen beispielsweise Studiendauer, Bildungsausgaben und Abbrecherquoten. Sachsen belegte Platz 1 im Bestands- und Dynamikranking.

PISA - Programme for International Student Assessment

PISA 2015 - internationaler Vergleich

Bei jedem PISA-Zyklus werden die drei Domänen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet, wobei 2015 die Naturwissenschaften als Schwerpunktdomäne mit deutlich mehr Aufgaben und längerer Testzeit vertieft untersucht wurden.

In den Naturwissenschaften liegt Deutschland mit 509 Punkten signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 493 Punkten. Die OECD-Spitzenstaaten sind Japan (538), Estland (534), Finnland (531)
und Kanada (528). Im Vergleich zu 2006, als die Naturwissenschaften erstmals Testschwerpunkt waren,
sind die Leistungen in Deutschland stabil geblieben.

Fünfzehnjährige in Deutschland haben im internationalen Vergleich und im Vergleich zu 2006 deutlich weniger Freude und zeigen weniger Interesse an den Naturwissenschaften. Gleichwohl können sich Jungen im Vergleich zu 2006 häufiger eine Tätigkeit in MINT-Berufen vorstellen.

Auch in Mathematik liegt Deutschland (506 Punkte) signifikant über dem OECDDurchschnitt (490 Punkte). Gegenüber PISA 2012, als Mathematik zuletzt Testschwerpunkt war, haben sich die Leistungen statistisch nicht signifikant verändert.

Die Lesekompetenz liegt mit 509 Punkten signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 493 Punkten. Seit der ersten PISA-Erhebung 2000 ist der Kompetenzmittelwert damit um 25 Punkte gestiegen. Seit 2009, als Lesen zuletzt Testschwerpunkt war, ist die Leistungsspitze von 7,6 % auf 11,7 % deutlich gestiegen und liegt über dem OECD-Durchschnitt (8,3 %).

An der PISA-Studie nahmen 253 Schulen mit 10.500 Schülern in ganz Deutschland am PISA-Test teil. Einen Bundesländervergleich gibt es nicht. Weltweit beteiligten sich 73 Länder.

Aus Sachsen nahmen die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler von drei Gymnasien und fünf Oberschulen teil. Die Untersuchung fand im Zeitraum vom 20. April bis 29. Mai 2015 statt.

PISA 2012 - internationaler Vergleich

Der Schwerpunkt der internationalen PISA-Erhebung 2012 lag auf Mathematik, wobei Lesekompetenz, Naturwissenschaften und Problemlösen die Nebenkomponenten der Erhebung bildeten. PISA 2012 umfasste darüber hinaus zum ersten Mal eine Beurteilung der finanziellen Allgemeinbildung junger Menschen.

Deutschland erreichte in allen Kompetenzbereichen Ergebnisse, die signifikant über dem OECD-Durchschnitt lagen. Besonders erfreulich war, dass der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Schülerleistung deutlich geringer wurde. An dem PISA-Test haben aus Sachsen die 15-jährigen Schüler von drei Gymnasien, drei Oberschulen und einer Förderschule teilgenommen.

PISA 2006 - innerdeutscher Ländervergleich

Sachsens Schüler haben beim PISA-Test im innerdeutschen Vergleich hervorragend abgeschnitten. Sie belegten sowohl beim Schwerpunkt Naturwissenschaft als auch in den Teilbereichen Mathematik und Lesekompetenz den ersten Platz vor Bayern und Thüringen.

Sachsen hat sich seit dem ersten PISA-Test vor acht Jahren stetig verbessert und nimmt nicht nur innerhalb Deutschlands eine Spitzenposition ein, sondern ist auch international sehr gut platziert. In allen drei Testbereichen liegen die Sachsen deutlich über dem OECD-Durchschnitt. So erreichten die sächsischen Schüler bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz 541 und damit 40 Punkte mehr als der OECD-Durchschnitt. Sie sind damit Zweiter hinter Finnland und vor Kanada. Bei den mathematischen Kompetenzen kam Sachsen mit 523 Punkten gemeinsam mit Japan auf Rang 6 und für die Lesekompetenz gab es auf der internationalen Skala Platz 7. Zur Spitzengruppe beim Lesen gehören Korea, Finnland und Kanada.

PISA 2003 - Platz 2*

Im Ergebnis des PISA-Tests 2003 hat  Sachsen im innerdeutschen Vergleich eine Spitzenposition: Platz 2 in Mathe, Naturwissenschaften, Problemlösen, Platz 3 Lesen.

Aber auch der Leistungsabstand von Sachsen gegenüber der internationalen Spitze ist deutlich geringer als zu den schlechtesten deutschen Bundesländern. Die Kompetenzen der Mittelschüler entsprechen dem OECD-Durchschnitt, die Leistungen der Gymnasiasten liegen noch ca. 100 Punkten darüber.

Der Anteil sehr leistungsschwacher Schüler und das Ausmaß ihrer Defizite ist in Sachsen nicht nur im Deutschlandvergleich relativ gering, sondern ist auch deutlich geringer als im OECD-Schnitt.

Gegenüber der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000, bei der Sachsen ebenfalls bereits zur Spitzengruppe gehörte,  erzielte Sachsen 2003 in allen Kompetenz-bereichen deutliche und statistisch signifikante Verbesserungen:

  • Mathematik: Für Sachsen und Thüringen sind die bundesweit größten Zuwächse zu verzeichnen. Bei den mathematischen Kompetenzen erreichten hiesige Gymnasialschüler den zweiten Platz.
  • Lesen: Die Kompetenz konnte bedeutsam verbessert werden.
  • Naturwissenschaften: Platz 2 im deutschen Vergleich aller Schüler und Platz 1 für die Gymnasien.

Chancengerechtigkeit: Sachsens Bildungssystem gilt als gerecht. Das belegt die PISA-Studie auch. Der schulische Erfolg ist ähnlich gering von der sozialen Herkunft abhängig wie in Kanada, Japan oder wie beim Pisa-Sieger Finnland. Zugleich zeigt sich eine sehr hohe Bildungsbeteiligung bei hohem Kompetenzniveau.

*im deutschen Vergleich

Internationaler UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industrieländern

Internationaler UNICEF-Bericht zur Situation der Kinder in Industrieländern - Platz 1*

Die erste internationale Vergleichsstudie zur Situation der Kinder in Industriestaaten vergleicht die zentralen Aspekte kindlicher Entwicklung in 21 Industrieländern. UNICEF hat die Lage der Kinder anhand von sechs Dimensionen umfassend verglichen: materielle Situation, Gesundheit, Bildung, Beziehungen zu Eltern und Gleichaltrigen, Lebensweise und Risiken sowie eigene Einschätzung der Kinder und Jugendlichen. Deutschland erreicht in allen Dimensionen nur durchschnittliche Werte. Für den Bericht wurden Daten aus internationalen Studien und Untersuchungen auf Länderebene ausgewertet. Deutschlandweit bekommen Kinder in Sachsen die beste Bildung.

Ergebnisse des UNICEF-Berichts 2007