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Berufsqualifizierende Abschlüsse

Berufsqualifizierende Abschlüsse der ehemaligen DDR

Nach Artikel 37 des Einigungsvertrages sind die in der ehemaligen DDR erworbenen oder staatlich anerkannten schulischen, beruflichen und akademischen Abschlüsse oder Befähigungsnachweise in den neuen Ländern der Bundesrepublik Deutschland weiterhin gültig.
Die in den neuen und alten Ländern der Bundesrepublik Deutschland abgelegten Prüfungen oder erworbenen Befähigungsnachweise stehen einander gleich und verleihen die gleichen Berechtigungen, wenn sie gleichwertig sind.
Das heißt, dass für einen Berufsabschluss der ehemaligen DDR nur dann eine Gleichwertigkeit festgestellt werden kann, wenn es einen vergleichbaren Berufsabschluss in der Bundesrepublik Deutschland gibt.

Die Kultusministerkonferenz hat auf der Grundlage des Einigungsvertrages mit mehreren Beschlüssen Vereinbarungen zur Feststellung der Gleichwertigkeit von Fachschul- und Ingenieurschulabschlüssen der ehemaligen DDR, einschließlich der militärischen Abschlüsse, getroffen. Für eine Vielzahl von diesen Abschlüssen besteht die Möglichkeit der Nachdiplomierung.
Weitere Informationen zu den Inhalten der einzelnen Beschlüsse erhalten Sie über die Links auf der rechten Seite.

Die Feststellung der Gleichwertigkeit wird von den zuständigen Behörden des Bundeslandes vorgenommen, auf dessen Gebiet sich der Hauptsitz der Bildungseinrichtung befand. Eine Ausnahme bilden die Erzieherabschlüsse, welche im Bundesland des Wohnortes anerkannt werden.

Zuständigkeiten für die Anerkennung

Facharbeiterqualifikationen

Die Feststellung der Gleichwertigkeit von Facharbeiterqualifikationen der ehemaligen DDR erfolgt durch die für den vergleichbaren Ausbildungsberuf zuständige Stelle gemäß Berufsbildungsgesetz. Zumeist sind das die regionalen Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern.

Fachschul- und Ingenieurschulabschlüsse

Für die Feststellung der Gleichwertigkeit von Fachschul- und Ingenieurschulabschlüssen der ehemaligen DDR, einschließlich der militärischen Abschlüsse, sind im Freistaat Sachsen die nachfolgend aufgeführten Behörden zuständig:

  • Musikabschlüsse und Einzelfälle

 

  • Erzieherabschlüsse (z. B. Krippenerzieherin, Kindergärtnerin, Hortnerin)
  • Kirchliche Abschlüsse (z. B. Geriatriediakon, Heilerziehungsdiakon)
  • Techniker, Wirtschaftler, Ingenieurpädagoge, Ökonompädagoge und sonstige

 

  • Militärische Fachschulabschlüsse

 

  • Ingenieur, Ökonom, Ingenieurökonom, Klubleiter und sonstige

 

  • Abschlüsse in Gesundheitsfachberufen (z. B. Krankenschwester)

Erforderliche Antragsunterlagen

Für die Feststellung der Gleichwertigkeit von berufsqualifizierenden Abschlüssen der ehemaligen DDR genügt i. d. R. ein formloser Antrag an die jeweils zuständige Behörde. Folgende Antragsunterlagen sind beizufügen:

  • Tabellarischer Lebenslauf,
  • beglaubigte Kopie des Zeugnisses/der Urkunde,
  • ggf. ein Nachweis über die Namensänderung und
  • ggf. ein Nachweis über die Berufstätigkeit (insbesondere bei Nachdiplomierungen erforderlich). 

Marginalspalte

Beschlüsse der KMK

Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen - Fachschulabschlüsse, Abschlüsse kirchlicher und sonstiger (öffentlicher) Ausbildungseinrichtungen -

Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen - Militärische Abschlüsse -

Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüsse - Hochschulbereich -

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