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Klinik- und Krankenhausschulen

Sonderpädagogischer Förderbedarf

Schüler, die längere Zeit erkrankt sind oder in regelmäßigen Abständen stationär behandelt werden müssen, erhalten während dieser Zeit Unterricht in einer Klinik- und Krankenhausschule. Notwendige Krankenhausaufenthalte müssen nicht auf die Ferien verschoben werden und der günstigste Zeitpunkt für eine medizinische Behandlung kann genutzt werden. Befürchtungen, mit schulischen Leistungen in Rückstand zu geraten, werden vermindert.

Für Schüler, die lange krank sind, ist Unterricht eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am Leben der Gemeinschaft. Der Umfang des Unterrichts wird mit dem behandelnden Arzt abgestimmt.

Erziehung und Unterricht

Erziehung und Unterricht sind für kranke Schüler von besonderer Bedeutung. Sie lernen, mit der Krankheit besser umzugehen und stärken den Willen zur Genesung. Ziele, Inhalte, Methoden, Lernorganisation und Medien werden individuell ausgewählt.

Über leistbare Anforderungen, Erfolgserlebnisse und persönliche Zuwendung werden Selbstvertrauen, Lern- und Lebensfreude der Schüler gestützt. Der Unterricht findet in der Regel jahrgangsübergreifend in Gruppen statt. Es kann auch Einzelunterricht genehmigt werden.

Darüber hinaus soll schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen, die infolge einer längerfristigen Erkrankung die Schule nicht besuchen können, Unterricht zu Hause oder im Krankenhaus im angemessenen Umfang angeboten werden.

Stundentafel

In engem Kontakt mit der Heimatschule wird nach den jeweiligen Stundentafeln der Grund-, Mittel- oder Förderschule bzw. des Gymnasiums unterrichtet. Eine Leistungsbewertung erfolgt nur, wenn dies pädagogisch und medizinisch zu vertreten ist.

Abschlüsse

Klinik- und Krankenhausschulen sind nur im Ausnahmefall prüfungsberechtigt. Prüfungen werden in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Stammschule durchgeführt und die entsprechenden Abschlüsse vergeben.

Berufsorientierung und Übergang in die Arbeitswelt

Nach Beendigung des Krankenhausaufenthaltes wird der Stammschule ein Abschlußbericht zugeleitet, der den vermittelten Unterrichtsstoff und die erreichten Leistungen beschreibt. Er kann einen Versetzungsvorschlag enthalten.

Die Berufswahl dieser jungen Menschen ist von der Ausprägung und dem zu erwartenden Verlauf der Krankheit, von der Belastungsfähigkeit, dem geistigen Leistungsvermögen, der sozialen Kompetenz und dem Anforderungsprofil der einzelnen Berufe abhängig. Dabei arbeiten der Schüler, die Eltern, die Arbeitsverwaltung, das Berufsbildungswerk, die Fachdienste und Kostenträger eng zusammen.