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Schulen für geistig Behinderte

Sonderpädagogischer Förderbedarf

Kinder und Jugendliche, die in ihrer geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind, lernen in der Schule für geistig Behinderte. Sprache, Denken und Handeln sind häufig eingeschränkt. Vielfach treten zusätzlich körperliche, psychische und soziale Beeinträchtigungen auf.

Durch die unmittelbare Begegnung und Auseinandersetzung mit sich selbst, mit ihren Wünschen und Vorstellungen in Familie, Schule, Freizeit und Gesellschaft erwerben die Schüler Fähigkeiten und Fertigkeiten zur praktischen Lebensbewältigung.

Erziehung und Unterricht

Die Schule für geistig Behinderte gliedert sich in Unter-, Mittel,- Ober- und Werkstufe. Der Besuch einer Stufe umfasst 3 Jahre. Es erfolgt keine Benotung. An diesen Schulen gibt es spezielle Lernangebote. Die Schüler werden so gefördert, dass die Verrichtungen des täglichen Lebens nach Möglichkeit ohne fremde Hilfe bewältigt werden können.

Der Tagesablauf mit Unterricht, Therapie, Pflege- und Ruhephasen ist den besonderen Bedürfnissen dieser Schüler angepasst. Dabei erfahren die Schüler durch Lehrkräfte und pädagogische Unterrichtshilfen viel Zuwendung.

Stundentafel

An diesem Förderschultyp wird nach einem besonderen Lehrplan, der sich in die Lernbereiche des grundlegenden und des fachorientierten Unterrichts gliedert, unterrichtet. Schüler, die besonders gute Leistungen zeigen, können auch nach ausgewählten Teilen eines Fachlehrplanes der Schule zur Lernförderung unterrichtet werden.

Abschlüsse

Die Schüler haben die Schule für geistig Behinderte mit Erfolg abgeschlossen, wenn sie am Ende der Werkstufe die Anforderungen des Förderplans erfüllen. Schüler, die diese Vorgaben nicht erfüllen, erhalten nach einer 12-jährigen Schulzeit ein Zeugnis zur Schulentlassung. Das Zeugnis enthält keine Noten. Es werden Aussagen zur Leistungsfähigkeit des Schülers getroffen.

Berufsorientierung und Übergang in die Arbeitswelt

Die Schüler erfüllen ihre Berufsschulpflicht in der Werkstufe. Der Übergang in die Beschäftigungs- und Arbeitswelt wird intensiv vorbereitet. Ein wichtiger Bestandteil sind Betriebspraktika. Hierbei erhalten die Schüler vielfältige Gelegenheiten, arbeitende Menschen in ihrer Arbeitsumwelt zu erleben. Sie lernen, sich zunehmend länger mit einer produktiven Tätigkeit zu beschäftigen und dabei persönliche Interessen einer zielgerichteten Tätigkeit unterzuordnen.

Es werden individuelle Lösungen für eine selbstständige Lebensführung wie in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder in tagesstrukturierenden Maßnahmen gefunden. Dabei arbeiten der Schüler, die Eltern, die Arbeitsverwaltung, die Fachdienste und Kostenträger eng zusammen.

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Stundentafel

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus