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Prüfungen und Leistungsfeststellungen

Zentrale Leistungsfeststellungen und Prüfungen

Die neuen Lehrpläne, die nationalen Bildungsstandards und die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (Beschluss der KMK) bilden die Grundlage für die Gestaltung von besonderen Leistungsfeststellungen und Abschluss- bzw. Abiturprüfungen.

Unter den Leistungsüberprüfungen haben diese zentralen Überprüfungen eine herausragende Bedeutung, weil mit ihnen die Vergabe von Abschlüssen und Berechtigungen verbunden ist. Sie ermöglichen Rückschlüsse auf Schul- und Unterrichtsqualität und wirken in hohem Maße orientierend für Schüler, Eltern und Lehrer.

Einführung nationaler Bildungsstandards und neuer Lehrpläne

Die KMK hat in den letzten Jahren nationale Bildungsstandards verabschiedet, die mit den neuen Lehrplänen verbindliche Grundlage des Unterrichts sind. Mit der Lehrplanreform wird angestrebt, die Schüler als selbstständig, kooperativ und eigenverantwortlich Lernende intensiver als bisher in die schulische Arbeit einzubeziehen.

Den neuen Lehrplänen liegt ein erweitertes Leistungsverständnis zu Grunde, das unterschiedliche Komponenten umfasst und einseitige Fokussierungen vermeiden soll. Neben fachlich-inhaltlichen Leistungen (z. B. verstehen, erkennen, bewerten von Tatsachen und Zusammenhängen) stehen gleichwertig methodisch-strategische Leistungen (z. B. planen, organisieren, nachschlagen, exzerpieren), sozial-kommunikative Leistungen (z. B. zuhören, diskutieren, argumentieren, kooperieren) sowie persönliche Leistungen (z. B. Selbstvertrauen gewinnen, günstiges Selbstkonzept entwickeln, Werthaltungen aufbauen).

Ausgestaltung und Weiterentwicklung

Hinsichtlich der Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Prüfungen gilt es, zum einen an Bewährtem festzuhalten, dies sind insbesondere zentrale Aufgabenstellungen bei allen schriftlichen Überprüfungen. Zum anderen sollen innovative Entwicklungen gebührend berücksichtigt werden. Hierzu zählen vor allem:

  • Realisierung eines erweiterten Leistungsverständnisses 
  • Weiterentwicklung der Aufgabenkultur einschließlich einer Stärkung des reflektierten Umgangs mit Hilfsmitteln bzw. des hilfsmittelfreien Arbeitens
  • Entwicklung von Problemlösefähigkeit sowie experimentellem und fachübergreifendem Denken und Handeln.

In den letzten Jahren wurden die zentralen Prüfungen weiterentwickelt, um Team- und Kommunikationsfähigkeit, Eigenverantwortung und Initiative sowie Präsentations- und Planungsfähigkeit in höherem Maße zu erfassen und zu bewerten.

Auch haben Ergebnisse von Modellversuchen bzw. von internationalen Leistungsvergleichsuntersuchungen Impulse zur weiteren Qualifizierung der Aufgabenstellungen gegeben.

An der Oberschule waren Erprobungsarbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ein wichtiges Instrument, um neue kreative Ansätze zu testen, ohne bewährte Formen aufzugeben. Im naturwissenschaftlichen Unterricht wurde der Gestaltungsspielraum für fachpraktisches Arbeiten vergrößert.

Am Gymnasium erfolgte in den zurückliegenden Jahren eine qualitative Anreicherung der gymnasialen Oberstufe durch die Einführung fachübergreifender Wahlgrundkurse und der Besonderen Lernleistung. Gegenwärtige Reformüberlegungen zielen darauf, Schülerinnen und Schülern Wissen, Kompetenzen und Werteorientierung zu vermitteln, die für die erfolgreiche Bewältigung künftiger Aufgaben unverzichtbar sind.

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Kultusministerkonferenz

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Die Kultusministerkonferenz (KMK) behandelt Angelegenheiten der Bildungspolitik, der Hochschul- und Forschungspolitik sowie der Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung. 

KMK-Präsidentin im Jahr 2016 ist Dr. Claudia Bogedan. Ihre Vorgängerin war die Sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth.

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus