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Preisträger 2014

Der Wettbewerb 2014

Der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Sächsische Landespreis für Heimatforschung wurde 2014 zum siebenten Mal verliehen. Er steht unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Brunhild Kurth, die im Dresdner Stadtmuseum die Preisträger auszeichnete. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Friedemann Schmoll, Lehrstuhl für Volkskunde an der Friedrich Schiller-Universität Jena.

Vergeben wurden ein erster Preis (3.000 Euro), ein zweiter Preis (2.000 Euro), ein dritter Preis (1.500 Euro) sowie fünf Schülerpreise (jeweils 500 Euro) – darunter ein Schüler-Sonderpreis „25 Jahre Friedliche Revolution“. Zudem erhielten sechs Hobbyforscher eine Ehrenurkunde für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung.

Wilfried Kühner(r.), Abteilungsleiter im Kultusministerium, mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2014

Wilfried Kühner(r.), Abteilungsleiter im Kultusministerium, mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2014

Die Jury hatte 118 Arbeiten von Heimatforschern unterschiedlichsten Alters zu bewerten, darunter 23 Beiträge von einzelnen Schülerinnen und Schülern oder Schülergruppen. Der älteste Teilnehmer zählt 90 Jahre, die Jüngsten – eine Grundschulklasse – sind zwischen sieben und neun Jahre alt. Eingereicht wurden Bücher und Broschüren, aber auch DVDs, Filme und Internet-Präsentationen zur Orts-, Regional- und Landesgeschichte, zur Industrie- und Technikgeschichte, zu Kunstgeschichte und Volkskunst, zu Festen und Bräuchen sowie zu Themen des Natur- und Umweltschutzes. „Wer das Morgen gut gestalten will, sollte wissen, wie es gestern und vorgestern war. Auch dies war einer der Gründe, die das Kultusministerium vor sieben Jahren veranlasst haben, den Sächsischen Landespreis für Heimatforschung alljährlich auszuschreiben“, so die Schirmherrin des Wettbewerbs, Brunhild Kurth. Und weiter: „Die beim Wettbewerb ausgezeichneten Arbeiten der sächsischen Heimatforscher sind Musterbeispiele für ehrenamtliches Engagement.“

Der Jury gehören Vertreter des Kultusministeriums, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde, des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek sowie der Landeszentrale für politische Bildung an.

Die Preisträger 2014

  • 1. Preis (3.000 Euro): Dr. Michael Düsing aus Freiberg für seine Arbeit: „‘Mein Weg, Herr Oberbürgermeister, ist schon bestimmt‘. Judenverfolgung in Freiberg 1933 – 1945“.
  • 2. Preis (2.000 Euro): Isolde Sternitzky aus Plauen für ihre Arbeit „Tracht und Kleidung im Vogtland – Aus Truhen und alten Schriften vorwiegend des 19. Jahrhunderts“.
  • 3. Preis (1.500 Euro): Ursula Michalke aus Nürnberg für ihre Arbeit: „Miniaturen aus dem Erzgebirge. Emil Helbigs Flachschnitzerei und ihre Tradition“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Elisabeth Boudriot aus Meißen für ihre Arbeit: „Untersuchung der Beteiligung sächsischer Ärzte am ‚Euthanasie‘-Programm im Zeitraum 1939 - 1941“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Robin Misterek aus Dresden für seine Arbeit „Vergleichende Analyse der Turmfalkenpopulation in Dresden, Pirna und der Sächsischen Schweiz unter den Gesichtspunkten von Verhalten, Brut und Bestandsentwicklung“.
  • Schülerpreis (500 Euro): Schüler der Oberschule „Pabst von Ohain“ Freiberg für ihre Arbeit „Kinderorgelführer – Von Kindern für Kinder ab 6 Jahren“.
  • Schüler-Sonderpreis (500 Euro): Schüler und Lehrkräfte der Karl-Theodor-Golle-Schule – Förderschule für geistig Behinderte in Syrau für ihre Arbeit „Meine Heimat – Das Vogtland“.
  • Schüler-Sonderpreis „25 Jahre Friedliche Revolution“ (500 Euro): Sarah Schrempel, Mona Schenk, Anne-Kristin Stoye und Magdalena Roder vom Gymnasium St. Augustin, Grimma für ihre Arbeit „Nachgeschmack von Speck und Pörkölt. Das Paneuropäische Picknick – der Durchbruch in die Freiheit (19. August 1989)“.

Außerdem wurden sechs weitere Heimatforscher "für herausragende Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet sächsischer Heimatforschung" oder besonders interessante Zugänge zu heimatkundlichen Fragestellungen mit einer Ehren-Urkunde und einem Büchergutschein ausgezeichnet:

  • Dr. Enrico Pigorsch aus Dresden für seine Arbeit „Beiträge zur Geschichte der Sächsischen Schallplattenindustrie“.
  • Sigrid Bóth aus Langebrück für ihre Arbeit „Langebrück im Lauf der Zeit. Bewohner, Geschichte und Geschichten“.
  • Karsten Richter aus Chemnitz für seine Arbeit „425 Jahre Langenberg - Über die Anfänge einer Bergarbeitersiedlung im Erzgebirge“.
  • Klaus Stein aus Dresden für seine Arbeit „Fähren der Oberelbe in Sachsen und Böhmen“.
  • Matthias Haase aus Wolkenstein für seine Arbeit „Rekonstruktion eines Pestbildes von 1586 aus der Wehrkirche zu Großrückerswalde“.
  • Verein für Orts- und Heimatgeschichte Adorf/Erzgebirge e. V. für die Gruppenarbeit „Flurnamen. Von Adorf/Erzgebirge und seiner Umgebung“.

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