1. Navigation
  2. Inhalt
Inhalt

(Cyber-) Mobbing und Handygewalt

Inhalt und Definition von (Cyber-)Mobbing

(Cyber-)Mobbing ist aggressives Verhalten, mit dem eine Person absichtlich durch Dritte körperlich oder psychisch geschädigt wird. Es erstreckt sich über einen längeren Zeitraum und der Betroffene (Opfer) kann den Ablauf / Vorgang nicht selbst kontrollieren / verhindern. Täter von Cybermobbing bedienen sich weiterer elektronischer Hilfsmittel wie z.B. Internet- und Telefondienste (SMS, E-Mails, Online-Communities, Chats, Videoplattformen, Webseiten etc.).

(Cyber-)Mobbing ist keine Straftat. Damit ist gemeint, dass (Cyber-)Mobbing als solches nicht direkt im Strafgesetzbuch aufgeführt wird. Aber: (Cyber-)Mobbing stellt immer eine Gewaltform bzw. kriminelles Verhalten dar, welches eine Reihe von Straftatbeständen erfüllen kann, wie z.B.:

Es ist oft schwer, (Cyber-)Mobbing im Schulumfeld rechtzeitig zu erkennen. Aber medienwirksam dargestellte Einzelfälle in letzter Zeit zeigen die Relevanz der Thematik. Mögliche Erkennungsmerkmale können u.a. sein:

  • eine Verschlechterung des Klassenklimas
  • Ausgrenzungen eines Schülers
  • Verhaltensänderungen eines Schülers (Täter / Opfer)
  • konkrete Äußerungen eines Schülers
  • öffentlich einsehbare Hinweise auf (Cyber-)Mobbing z.B. in sozialen Netzwerken der Schüler.

Inhalt und Definition von Happy Slapping (Handygewalt)

Happy Slapping  (engl. „fröhliches Zuschlagen“) bezeichnet aggressives Verhalten, bei dem grundlos auf eine (unbekannte) Person eingeschlagen wird. Dieser Moment wird mit Hilfe einer Kamera festgehalten und im Internet oder von Mobiltelefon zu Mobiltelefon verbreitet. 
 
Jugendliche aus einer Clique suchen sich hierbei ein wahlloses Opfer (Mitschüler) aus und schlagen es zusammen. Ein Komplize der Jugendclique filmt den Übergriff mit einer Kamera oder Handykamera und veröffentlicht die Tat anschließend im Internet (etwa über den „Teilen“-Button in Sozialen Netzwerken) oder verbreitet sie von Mobiltelefon zu Mobiltelefon. Für ein besseres Verständnis wird im Folgenden von der Handygewalt gesprochen.

Handygewalt ist keine Straftat. Das bedeutet, dass sie als solches nicht direkt im Strafgesetzbuch aufgeführt wird. Aber: Mit Handygewalt steht eine (neue) Art von Gewaltform im Fokus der Polizei, welche analog zum Cybermobbing eine Reihe von Rechtsverletzungen sowie Straftatbestände erfüllen kann, wie z.B.:

 In der Folge können diese Handygewalttaten auch bei Sexualdelikten eine Rolle spielen, wie z.B.:

Die Inhalte dieser Seite wurden von der Zentralstelle für polizeiliche Prävention beim Landeskriminalamt Sachsen erstellt. Die Veröffentlichung durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus erfolgt mit deren freundlicher Genehmigung.

Stand: August 2013

Marginalspalte

Bild: Medienrecht

Fallbeispiele und Rechtslage

Bild:

Cybermobbing

Happy Slapping

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus