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Medienbildung

Die Kultusministerkonferenz (KMK) stellte im Dezember 2016 die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ vor.

Kultusministerin Brunhild Kurth erachtet diese Strategie als einen pädagogisch ausgereiften Rahmen: "Sachsen wird die Strategie mit einer eigenen Konzeption zur Medienbildung und Digitalisierung in der Schule untersetzen. Dabei muss das Erwerben von Kompetenzen für die digitale Welt zum Bestandteil aller Fächer werden.“

Die KMK-Strategie wurde unter Leitung der Länder Schleswig-Holstein und Sachsen erarbeitet. In die Strategie sind nicht nur die Vorstellungen der Bundesländer, sondern auch von Wissenschaftlern, Didaktikern, Verbänden, Kommunen, Arbeitgebern und Gewerkschaft eingeflossen. Neben den Anforderungen an die Lehrerbildung, die Infrastruktur und Ausstattung sowie die verschieden Bildungsbereiche beinhaltet die Strategie einen verbindlichen Kompetenzrahmen. Er beschreibt umfassend, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler durch Medienbildung erwerben sollen. Dazu gehören die Bereiche

1. Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren
1.1 Suchen und Filtern
1.2 Auswerten und Bewerten
1.3 Speichern und Abrufen

2. Kommunizieren und Kooperieren
2.1 Interagieren
2.2 Teilen
2.3 Zusammenarbeiten
2.4 Umgangsregeln kennen und einhalten
2.5 An der Gesellschaft aktiv teilhaben

3. Produzieren und Präsentieren
3.1 Entwickeln und Produzieren
3.2 Weiterverarbeiten und Integrieren
3.3 Rechtliche Vorgaben beachten

4. Schützen und sicher agieren
4.1 Sicher in digitalen Umgebungen agieren
4.2 Persönliche Daten und Privatsphäre schützen
4.3 Gesundheit schützen
4.4 Natur und Umwelt schützen

5. Problemlösen und Handeln
5.1 Technische Probleme lösen
5.2 Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen
5.3 Eigene Defizite ermitteln und nach Lösungen suchen
5.4 Digitale Werkzeuge, Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen nutzen
5.5 Algorithmen erkennen und formulieren

6. Analysieren und Reflektieren
6.1 Medien analysieren und bewerten
6.2 Medien in der digitalen Welt verstehen und reflektieren

Medienkompetente Kinder und Jugendliche entwickeln Maßstäbe und Bewertungskriterien für den Gebrauch von Medien. Medienbildung soll sie befähigen, auf der Grundlage ihrer moralischen Maßstäbe, ethischen Orientierungen und ästhetischen Urteile potenziellen Entwicklungsbeeinträchtigungen, Wirkungsrisiken und Gefährdungen – beispielsweise durch nicht altersgerechte, pornographische und gegebenenfalls strafrechtlich relevante Medienangebote – selbstbewusst zu begegnen und darauf mit eigenen Handlungskompetenzen und Verhaltensstrategien zu reagieren. Medienbildung befähigt zur Datensparsamkeit und zur Vermeidung von Datenspuren und fördert die digitale Sicherheit der persönlichen Kommunikation. Insoweit trägt Medienbildung auch zur eigenverantwortlichen informationellen Selbstbestimmung und zum persönlichen Datenschutz bei.

Eine Zusammenarbeit mit anderen staatlichen Einrichtungen, zum Beispiel den Landesbeauftragten für Datenschutz oder den Beauftragten für Kriminalprävention, kann hierbei hilfreich sein. Hier kann etwa auf Angebote der Polizei im Zusammenhang mit kriminalpräventiven Maßnahmen (etwa Elternabende zu relevanten Themen) verwiesen werden (näheres dazu unter Persönlichkeitsschutz). Dem entsprechend haben auch der Sächsische Datenschutzbeauftragte und die Zentralstelle für polizeiliche Prävention beim Landeskriminalamt Sachsen Inhalte zur hiesigen Rubrik auf dem Sächsischen Bildungsserver beigetragen.

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Bild: Logo_Medienbildung

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