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Schulversuch ERINA

„Erprobung von Ansätzen zur inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Modellregionen“

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) führt in Umsetzung von Artikel 24 der VN-BRK eine Reihe von Maßnahmen durch, die im Aktions- und Maßnahmeplan beschrieben sind. Dazu gehört, im Rahmen eines Schulversuchs, der mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 startete, in Modellregionen Wege zur inklusiven Bildung zu erproben, insbesondere

  • Maßnahmen, die durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Optimierung der individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen beitragen,
  • Möglichkeiten der lernzieldifferenten Integration in der Sekundarstufe I und
  • den Aufbau von regionalen Kooperationsstrukturen zur Vernetzung und gegenseitigen Ergänzung von Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

Ziele des Schulversuchs

Zielstellung ist die Verbesserung und Weiterentwicklung der inklusiven Bildung und Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen in Sachsen. Das schließt einen barrierefreien Übergang dieser Kinder und Jugendlichen von der Kindertagesstätte bis zur Berufsbildung ein. An ausgewählten Modellstandorten werden Möglichkeiten und Wege zur inklusiven Bildung und Erziehung mit folgenden Teilzielen erprobt:

  • Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten in allen Altersstufen leistungsdifferenzierte individuelle Bildungsangebote an allgemeinen Schulen und werden in Phasen von Übergängen in weiterführende Bildungseinrichtungen begleitet und gefördert. Sie werden im Prozess der Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung in besonderer Weise unterstützt.
  • Alle am Bildungs- und Erziehungsprozess der Kinder und Jugendlichen beteiligten Personengruppen innerhalb von Kita und Schule, der zusammenwirkenden Schulen sowie außerschulische Partner sind vernetzt und arbeiten zielorientiert und nachhaltig gemeinsam.
  • Die am Bildungs- und Erziehungsprozess der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf beteiligten Personengruppen sind bezüglich der Anforderungen an eine inklusive Bildung und Erziehung qualifiziert.
  • Eltern partizipieren am schulischen Bildungs- und Erziehungsprozess ihrer Kinder. Die Maßnahmen und Methoden sind für sie transparent. Die Bildung und Erziehung in den Familien und Bildungseinrichtungen korrelieren miteinander und ergänzen einander.    

Modellregionen

Im Schulversuch werden in strukturell unterschiedlichen Regionen verschiedene Formen der individuellen Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Sekundarstufe I erprobt.

Der Schulversuch, der im Schuljahr 2012/13 in den Modellregionen Bobritzsch-Hilbersdorf und Oelsnitz/Vogtland startete, wird mittlerweile – unter Beteiligung von 26 Schulen –  in vier Modellregionen umgesetzt. Zu den Modellregionen im Schulversuch ERINA zählen:

  • Bobritzsch-Hilbersdorf
  • Oelsnitz/Vogtland
  • Leipzig
  • Radebeul/Moritzburg/Coswig

In Leipzig gibt es bereits langjährige Erfahrungen mit lernzieldifferentem Unterricht in der Primarstufe. Christiane Olschewski hat im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit im Lehramtsstudium einen Film über die Kooperationsklasse der Carl-von-Linnè-Grundschule und der Lindenhofschule gedreht.

Film „All inclusive“

Der Film „All inclusive“ zeigt anschaulich die Normalität des Umgangs mit Verschiedenheit in der Kooperationsklasse der Carl-von-Linnè-Grundschule und der Lindenhofschule Leipzig.

Der Film „All inclusive“ zeigt anschaulich die Normalität des Umgangs mit Verschiedenheit in der Kooperationsklasse der Carl-von-Linnè-Grundschule und der Lindenhofschule Leipzig.

Film „Wir leben Inklusion“

Mit dem medienpädagogischen Projekt „Wir leben Inklusion“ ist ein Film entstanden, der die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Grundschule „Am Stadion“ (in Oelsnitz/Vogtland) vorstellt.

Mit dem medienpädagogischen Projekt „Wir leben Inklusion“ ist ein Film entstanden, der die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Grundschule „Am Stadion“ (in Oelsnitz/Vogtland) vorstellt.

Die Grundschule ist seit dem Schuljahr 2012/13 am Schulversuch ERINA beteiligt und kann nach drei Jahren der Erprobung vielfältige Erfahrungen bei der inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung vorweisen.

Der Film reflektiert die Arbeit einer inklusiven Schule in den Handlungsfeldern „Politik und Kooperationspartner“, „Teamarbeit und Unterricht“, „Förderung im GTA“, „Fortbildung“, „Elternarbeit“, „GTA und Hort“ sowie „Projektorientierter Unterricht“ und entstand in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal Plauen unter Leitung von A. Zühlke.

Arbeitsstrukturen

Der Schulversuch wird durch eine zentrale Steuergruppe beim SMK begleitet. Die externe Projektleitung wird durch die Landesarbeitsstelle Schule - Jugendhilfe Sachsen e.V. wahrgenommen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Universität Leipzig.

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Weitere Informationen

Organisationsstruktur

Flyer Projektleitung

Wissenschaftliche Begleitung

Untersuchungsschwerpunkte und Forschungsdesign

Ergebnisse der Elternbefragung 2013

Ergebnisse der Lehrerbefragung 2013

Ergebnisse der Schülerleistungstests 2013

Modellregionen

Modellregion Oelsnitz/Vogtl.

Informationen zur Modellregion und Schwerpunkte für das Schuljahr 2015/16

Modellregion Bobritzsch-Hilbersdorf

Informationen zur Modellregion und Schwerpunkte für das Schuljahr 2015/16

Modellregion Stadt Leipzig

Informationen zur Modellregion und Schwerpunkte für das Schuljahr 2015/16

Modellregion Radebeul/Moritzburg/Coswig

Informationen zur Modellregion und Schwerpunkte für das Schuljahr 2015/16

Ansprechpartner

Projektleitung

LSJ Sachsen e.V., Cornelia Schuricht, Ina Benndorf

Wissenschaftliche Begleitung

Universität Leipzig, Prof. Dr. Katrin Liebers

Universität Leipzig,Stefan Kolke

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus