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Optimierung des Übergangs in Ausbildung und Beruf

 

Übergänge bewältigen helfen – Schulversuch „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form“

Teilnehmer am Schulversuch „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form“

Teilnehmer am Schulversuch „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form“

Beteiligte

  • Berufliches Schulzentrum 12 „Robert Blum“ der Stadt Leipzig, Komarowstraße 22, 04357 Leipzig
  • Schule Engelsdorf - Schule zur Lernförderung der Stadt Leipzig, Riesaer Straße 177, 04319 Leipzig

Kurzbeschreibung

Der Schulversuch „Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form“ ist in die Bildungskette des BSZ 12 „Robert Blum“ Leipzig (Download siehe rechte Spalte) eingebunden. Es ist Bestandteil des Bildungsweges von Schülern aus den Schulen zur Lernförderung über die Berufsvorbereitung und die Berufsausbildung bis zur Berufstätigkeit.

Schüler der Schule zur Lernförderung werden beim Übergang in das Berufliche Schulzentrum unterstützt. Zielgruppe sind Schüler der Klassenstufe 9 der Schule zur Lernförderung, die keinen Hauptschulabschluss erwerben werden. Dafür wird die berufliche Orientierung in der Klassenstufe 9 an der Schule zur Lernförderung mit dem Berufsvorbereitungsjahr verknüpft.

An einem Tag in der Woche führen die Schüler der Schule zur Lernförderung den Unterricht in den Fächern Arbeitslehre oder Hauswirtschaft in fünf verschiedenen Berufsfeldern am Beruflichen Schulzentrum durch. Der Unterricht wird im 1. Halbjahr der Klassenstufe 9 von einem Lehrer des Beruflichen Schulzentrums gemeinsam mit einem Lehrer der Schule zur Lernförderung (Teamteaching) durchgeführt. Im 2. Halbjahr der Klassenstufe 9 wird nur noch der berufsübergreifende Bereich durch zwei Lehrer gemeinsam durchgeführt. Die Schüler lernen so bereits die Lernbedingungen an einer Berufsschule kennen. Gleichzeitig können sie langfristig unter Begleitung ihrer bisherigen Lehrer eine Beziehung zu ihren künftigen Lehrern der Berufsschule aufbauen.
Im anschließenden Berufsvorbereitungsjahr am Beruflichen Schulzentrum bleiben die Schüler weitestgehend in ihrer bisherigen Lerngruppe zusammen. Klassenlehrer wird ein Lehrer, der mit den Schülern bereits im Vorjahr arbeitete. Die Lehrer der Schule zur Lernförderung stehen weiterhin den Schülern als Bezugsperson zur Verfügung. Damit wird eine sonderpädagogische Begleitung des Schulwechsels gesichert.

Individuelle Berufswahlgespräche zwischen Eltern und Schülern mit den Lehrern der Schule zur Lernförderung und des Beruflichen Schulzentrums bieten besondere Unterstützung. Außerdem werden zwischen den Schülern und den Lehrern regelmäßig individuelle Vereinbarungen über selbstgewählte Ziele der Schüler getroffen.

Am Ende des Berufsvorbereitungsjahres sollen die Schüler einen für sie passenden Beruf finden.

Effekte

  • Der gemeinsame Unterricht durch Lehrer verschiedener Schularten trägt dem individuellen Förderbedarf der Schüler mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen Rechnung und erleichtert den Übergang. Die Förderplanung kann in begleiteter Form fortgeführt werden.
  • Die bereits bestehende Bindung der Schule zur Lernförderung zu den Eltern kann auch für die Berufsschule genutzt werden. Damit ist auch das Berufsvorbereitungsjahr von Anfang an effektiv nutzbar.
    Teamteaching ermöglicht eine individuelle Betreuung des einzelnen Schülers. Gleichzeitig können auch die Lehrer voneinander lernen.
  • Durch umfassende Informationen über das Niveau und die Anforderungsinhalte der jeweiligen Berufe wird eine Passgenauigkeit in der Berufsorientierung erreicht.
  • Individuelle Stärken der Schüler werden gefördert.
  • Die Schüler erhalten eine realistische Selbsteinschätzung.

Tipps

  • Die Lehrer der Schule zur Lernförderung und des Beruflichen Schulzentrums müssen intensiv zusammenarbeiten und ein Team werden.
  • Hilfreich sind individuelle Berufswahlgespräche zwischen Eltern und Schüler mit einem Lehrer der Schule zur Lernförderung und einem Lehrer des Beruflichen Schulzentrums.
  • Regelmäßige individuelle Vereinbarungen der Schüler mit ihren Eltern und den Lehrern unterstützen die Schüler. Darin legen sie eigene Ziele und die Wege, auf denen sie diese erreichen können, fest.

Link für weitere Informationen

Schnupperprogramm gegen Übergangsangst

Schüler der Schule zur Lernförderung Marienberg

Schüler der Schule zur Lernförderung Marienberg

Beteiligte

  • Berufliches Schulzentrum für Ernährung, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises - Standort Zschopau, Johann-Gottlob-Pfaff-Straße 1, 09405 Zschopau
  • Schule zur Lernförderung „Johann Heinrich Pestalozzi“, Turnvater-Jahn-Weg 7, 09496 Marienberg

Kurzbeschreibung

Die Schüler der Klassenstufen 8 und 9 der Schule zur Lernförderung Marienberg erhalten eine vertiefte und zielgerichtete berufsvorbereitende Orientierung durch Praxistage am Beruflichen Schulzentrum Zschopau. Diese Berufsorientierung wird in zwei Phasen vollzogen. Phase 1 beinhaltet einen Projekttag am Ende des zweiten Schulhalbjahres der Klassenstufe 8, einen Projekttag während des ersten Schulhalbjahres der Klassenstufe 9 und eine Veranstaltung für Eltern der Schüler der Klassenstufe 9 während des ersten Schulhalbjahres. In Phase 2 findet mit Beginn des 2. Schulhalbjahres der Klassenstufe 9 wöchentlich 1 Praxistag im BSZ statt. Während dieser Zeit durchlaufen die Schüler verschiedene Berufsfelder. Dabei erwerben sie vielfältige Kompetenzen im fachpraktischen, aber auch im fachtheoretischen Bereich. Zum Abschluss eines jeden Fachbereiches erhält jeder Schüler einen Kompetenzeinschätzungsbogen, um besondere Stärken, aber auch Schwächen zu dokumentieren.

Effekte

  • Abbau von Schwellenängsten durch Kennenlernen der Schule, der Lehrkräfte und der Sozialpädagogin vor Ort
  • Zielgerichtetes Vertrautmachen mit verschiedenen Berufsfeldern und entsprechenden Ausbildungsberufen
  • Aufbau von Selbstvertrauen durch Erfolge in der praktischen Arbeit und Erkennen eigener Stärken
  • Kennenlernen geeigneter Ausbildungsmöglichkeiten am Beruflichen Schulzentrum (z. B. Berufsvorbereitungsjahr)
  • Motivierter Start ins Berufsvorbereitungsjahr

Tipps

Link für weitere Informationen

Allianz zur Beschäftigungsförderung von Menschen mit Behinderung im Freistaat Sachsen – Ausschuss Arbeit + Behinderung

Beteiligte

  • Freistaat Sachsen (Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, Staatsministerium für Kultus)
  • 17 weitere Partner aus Wirtschaft, Politik und Verbänden von Menschen mit Behinderungen

Link für weitere Informationen

Marginalspalte

Bild: Schmetterlinge

Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Referat 41 „Integration, übergreifende Angelegenheiten der Abteilung“

Weitere Informationen

Bildungskette des BSZ 12 „Robert Blum“ Leipzig

© Sächsisches Staatsministerium für Kultus