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National

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Deutschlandweit

Zur Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) in Deutschland verabschiedete die Deutsche UNESCO-Kommission mit der »Hamburger Erklärung« bereits 2003 Empfehlungen für einen deutschlandweiten Aktionsplan. Ziel war die Integration eines Leitbildes zur nachhaltigen Entwicklung in die bereits vorhandenen Bildungssysteme des Landes. 

„Betrachtet man die Fortschritte der BNE in Deutschland über die letzten zehn Jahre, so lässt sich durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen, zumal die Bedeutung von BNE durch Bundes- wie Landesministerien, durch den Bundestag und viele Landesparlamente mit einschlägigen Beschlüssen immer wieder herausgestellt wurde (vgl. z. B.  BUNDESTAG 2000, BMBF 2002, BUNDESTAG 2004, BMBF 2005). In zahlreichen Lehrplänen findet sich die Nachhaltigkeit verankert, und der Bund hat gemeinsam mit den Ländern mehrere Programme zur Förderung der BNE aufgelegt und dieses Handlungsfeld mit einem zweistelligen Millionenbetrag gefördert.“ Prof. Dr. Gerhard de Haan

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte sich ebenfalls bereits frühzeitig mit Themengebieten, die heute unter dem Begriff „Bildung für nachhaltige Entwicklung" zusammengefasst werden, auseinandergesetzt. Davon zeugen insbesondere die Beschlüsse  "Umwelt und Unterricht" aus dem Jahr 1980 sowie "Eine Welt/Dritte Welt' in Unterricht und Schule" aus dem Jahr 1998.

Auf den Seiten der KMK sind alle Beschlüsse, Berichte und Empfehlungen zum Thema zu finden:

In einem gemeinsamen Projekt haben die Kultusministerkonferenz (KMK) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule geschaffen. Er hilft dabei, Bildung für nachhaltige Entwicklung mit globaler Perspektive fest in Schule und Unterricht zu verankern.

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth, die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, im Gespräch mit Lehrkräften und Schüler/-innen der 128. Oberschule Dresden (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus)

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth, die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, im Gespräch mit Lehrkräften und Schüler/-innen der 128. Oberschule Dresden (Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus)

Kultusministerin Brunhild Kurth:

"Die globalen Herausforderungen haben nichts von ihrer Aktualität verloren. 

Im Gegenteil, zunehmende Kriegsgefahren, der voranschreitende Klimawandel oder Finanzmarktkrisen, verbunden mit der fortschreitenden globalen Vernetzung, machen es umso dringender, dass Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen erwerben, die sie benötigen, um in der globalisierten Welt zu bestehen. Zentrale Bedeutung hat in dem Zusammenhang der Zukunftsgestaltung das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und sächsische Kultusministerin, Brunhild Kurth, lobten die aktualisierte und auf nahezu alle Unterrichtsfächer erweiterte Auflage des Orientierungsrahmens als "richtungweisende Grundlage zur Vermittlung globaler und nachhaltiger Entwicklungsthemen in den Schulen und in der Lehrerbildung".

Die Publikation dient dem Ziel, die Bildung für nachhaltige Entwicklung in die schulische Bildung zu integrieren sowie Schulen und Bildungsakteur/-innen einen Bezugsrahmen zur Verfügung zu stellen, um diese Integration umzusetzen. Unterstützung der Umsetzungsprojekte des Orientierungsrahmens in den Deutschen Ländern bietet die Engagement Global gGmbH durch regelmäßigen Austausch, Beratung und Begleitung der Projekte.